Rheinmetall, was nun?

Rheinmetall, was nun?

 

Wann eigentlich ist ein Insiderhandel „relevant“?

In meinem journalistischen Podcast „Den Insidern auf der Spur“ besprechen wir Käufe und Verkäufe von Insidern dann, wenn wir glauben, dass sie für Anleger relevant sind oder zumindest sein könnten. Wir, das ist der Portfoliomanager des Börsebius Bosses Follower Fund, Rainer Lemm, und der Kolumnist Reinhold Rombach als Börsebius.

Wenn ein Unternehmensorgan, also ein Aufsichtsrat oder ein Vorstandsmitglied Aktien des eigenen Unternehmens kauft oder verkauft, muss er diese Aktivität der Bankenaufsicht anzeigen, also der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Das ist auch so in Ordnung, denn es ist in aller Regel davon auszugehen, dass ein Unternehmensorgan „mehr weiß“ (oder wissen könnte) als ein normaler Anleger und daher so eine Insideraktivität gemeldet werden muss.

Noch längst nicht jede Transaktion ist für uns interessant, auch wenn wir uns alle Aktivitäten anschauen. Es gibt Vorstände, bei denen steht das schlicht und einfach in ihren Dienstverträgen, dass sie Aktien ihres eigenen Unternehmens kaufen können bzw. müssen und manchmal kommt es auch vor, dass bei einer schlechten Presselage über die betreffende Firma proaktiv gekauft wird, um das Corporate Design aufzuhübschen. Im Laufe der Zeit entwickelt sich sowieso ein indikatives Gefühl, sich einen Deal genauer anzuschauen oder eben auch nicht.

Rheinmetall krasse Insiderverkäufe

Beim Rüstungshersteller Rheinmetall haben wir indes eine ganz besondere Gemengelage. Während ein Experte nach dem anderen Kauf von Rüstungsaktien empfiehlt, es gibt sogar mittlerweile Rüstungs-ETF, beobachteten wir vor ein paar wenigen Wochen, genauer am 14.März 2025, erste Verkaufsaktivitäten bei Rheinmetall. Klaus-Günter Vennemann ist dort Aufsichtsrat und an diesem Tag verkaufte Klaus-Günter Rheinmetall Aktien zum Stückpreis von 1.349 Euro. Das wäre bei ein paar Aktien noch kein großes Ding gewesen, aber mit einem Volumen von 6,2 Millionen Euro ist das schon ein ganz dicker Hammer.

Doch damit nicht genug. Nahezu die gesamte Aufsichtsratsriege legte in den folgenden Tagen kräftig nach. Nur drei Tage später verkaufte auch der Vorsitzende Ulrich Grillo für 700.000 Euro Gegenwert Rheinmetall Aktien. Dann Professor Dr. Andreas Arthur Georgi, ebenfalls Aufsichtsrat. Der erlöste für seine Rheinmetall Aktien einen Durchschnittspreis von 1.468,65 Euro, macht zusammen 1,7 Millionen Euro. Andere AR-Mitglieder waren auch noch mit von der Partie, wir wollten wenigstens die Gewichtigsten hier aufdröseln.

Merke also: Wenn nahezu die gesamte Aufsichtsratsriege eines großen Unternehmens Aktien des eigenen Ladens auf den Markt wirft, sollte ein Anleger das als ernstes Warnsignal sehen und seine Schlüsse ziehen. Die Botschaft der Bosse ist eindeutig. „Der Kurs ist viel zu hoch“. Konkret, der von Rheinmetall. Egal, was „wohlmeinende“ Bankberater und ETF-Experten von sich geben.

Bleiben Sie mir gewogen, ich bin ihnen ebenso verbunden.
Über Anregungen für Themenvorschläge freue ich mich sehr.

Stets, Ihr
Reinhold Rombach
„Börsebius“

Tags: Börsebius, Börsebius TopTen-Masterliste, Börsebius TopSelect, Börsebius TopMix, Börsebius Bosses Follower Fund, Rheinmetall, Deutz, Eutelsat, Insiderhandel, BaFin

 

 

 

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